Franz Koidl

Geboren und aufgewachsen bin ich im „hintersten“ Pinzgau, den ich bis heute als meine Heimat bezeichne. Im Herbst 1983 – oh Gott, ist das schon lange her! – zog es mich zur Ausbildung und Horizonterweiterung nach Graz. Schon bald machte ich mich auf die Suche nach einem Segelflugverein. Als Student der TU Graz war die Akaflieg natĂŒrlich die erste Adresse. Dort traf ich auch „unseren“ KG, Georg Kirchner, meine liebe Frau, Familie Renz und viele weitere interessante Menschen – Begegnungen, aus denen einige wunderbare und mit Sicherheit lebenslange Freundschaften entstanden.

Da wir damals noch keine Flugschule waren, fuhr ich im darauffolgenden FrĂŒhjahr nach Spitzerberg zur Bundessportschule und machte dort meinen Segelflugschein. Im Gegensatz zu vielen von euch habe ich heute allerdings keine Ahnung mehr, warum ich damals unbedingt Segelfliegen lernen wollte. Inzwischen hingegen habe ich „tausende“ Argumente dafĂŒr, warum es das schönste Hobby ist, das man sich einfach gönnen muss!

FĂŒr die jĂŒngeren Mitglieder, die uns – Andreas, Simone und mich – noch nicht kennen, hier ein kurzer Überblick: Segelflugschein 1984, Fluglehrer seit 1989 und in dieser Zeit begeisterter Renovierer und Bewohner des „Kriegsversehrtenhauses“ der Akaflieg in der Schörgelgasse. WĂ€hrend der turbulenten Umbauphase hatte ich so manche Funktion inne – an alles erinnere ich mich nicht mehr ganz genau, aber zumindest war ich fliegerischer Leiter und Hausabrisskoordinator.

Viel spĂ€ter drohte unser Sohnemann aufgrund der hĂ€ufigen Aufenthalte auf diversen FlugplĂ€tzen und der damit verbundenen Kontakte zu den Fliegerkolleginnen und -kollegen auf die „schiefe Fliegerbahn“ zu geraten. Deshalb beschlossen wir, eine „Fliegerkarenz“ einzulegen – ungefĂ€hr von 2013 bis 2023.

Spaß beiseite: Im Vordergrund stand fĂŒr uns der Wunsch, die Risiken in unserem Leben zu reduzieren und unseren Sohn beim Aufwachsen begleiten zu können.

Da Andreas mittlerweile zu einem höchst selbstĂ€ndigen jungen Erwachsenen herangewachsen ist habe ich mich von Georg (KG) vor einigen Jahren dazu ĂŒberreden lassen, doch wieder einmal mitzufliegen. Damit schloss sich der Kreis – und hier bin ich nun wieder: Ich möchte mich stĂ€rker in den Verein einbringen, meine FluglehrertĂ€tigkeit erneut aufnehmen, viele weitere wunderbare Flugerlebnisse sammeln, Freude und Frust mit Freunden teilen und mich auf ganz viele weitere unfallfreie Fliegerjahre freuen!

[Franz Koidl]

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