Flug nach Lesce-Bled
Der Nachmittag begann entspannt, aber voller Vorfreude am Flughafen Graz. Andreas und Lukas machen sich daran, die neue Dimona der Akaflieg auszuführen – ein besonderer Moment, denn ein neuer Flieger bedeutet immer auch neue Möglichkeiten, viele spannende Stunden in der Luft und natürlich die Chance, das Flugzeug unter realen Bedingungen kennenzulernen. Nach einem gründlichen Vorflugcheck und der Flugvorbereitung rollten wir bei besten Wetterbedingungen zur Startbahn.


Kurz darauf hoben wir ab und nahmen Kurs Richtung Süden. Der Hinflug führte uns über den Meldepunkt RADLY und weiter entlang des nördlichen Sloweniens. In etwa 9.500 ft bot sich uns eine beeindruckende Kulisse: sanfte Hügel, alpine Ausläufer und eine klare Sicht, die den Flug besonders angenehm machte. Ganz ruhig war die Luft allerdings nicht – leichte Thermik sorgte immer wieder für etwas Bewegung, was den Flug aber keineswegs unangenehm machte, sondern eher für eine lebendige und realistische erste Erfahrung mit der neuen Dimona sorgte. Dabei zeigte sich schnell, dass sich das Flugzeug gutmütig verhält und sich auch in etwas unruhigerer Luft angenehm fliegen lässt.


Nach weniger als einer Stunde Flugzeit erreichten wir bereits unseren Zielflugplatz in Lesce. Der Anflug gestaltete sich unkompliziert und auch am Boden setzte sich der positive Eindruck fort: Die Menschen am Platz waren sehr freundlich und hilfsbereit. Der Flugplatz selbst ist sehr gepflegt und schön gelegen – ein Ziel, das sich definitiv lohnt.
Nach dem Abstellen des Flugzeugs zog es uns ins Restaurant bzw. Café direkt am Flugplatz. Dort gönnten wir uns einen Kaffee und ließen den Hinflug noch einmal Revue passieren. Die Kombination aus guter Gesellschaft, entspanntem Ambiente und Blick auf den Flugbetrieb machte die Pause besonders angenehm. Wir kommen wieder!


Für den Rückflug entschieden wir uns bewusst für eine alternative Route, um noch mehr Eindrücke zu sammeln. Über den Meldepunkt NIPEL ging es in etwa 6.000 ft weiter, anschließend durch die Kontrollzone von Klagenfurt. Dieser Streckenabschnitt brachte noch einmal eine interessante Abwechslung, sowohl fliegerisch als auch landschaftlich. Weiter ging es vorbei an der Soboth, bevor wir schließlich wieder Kurs auf Graz nahmen.


Auch der Rückflug dauerte knapp unter einer Stunde und verlief insgesamt sehr angenehm, wenngleich die Luft stellenweise weiterhin leicht bewegt war. Gerade das machte den Flug aber spannend und bot eine gute Gelegenheit, den neuen Flieger unter unterschiedlichen Bedingungen besser kennenzulernen. Der Anflug auf Graz verlief reibungslos, und kurze Zeit später standen wir wieder am Boden, mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck.

Alles in allem war es ein rundum gelungener Nachmittagsausflug: perfektes Wetter, eine abwechslungsreiche Strecke und vor allem ein hervorragender erster Eindruck von unserer neuen Dimona. Solche Flüge zeigen einmal mehr, wie viel Freude und Freiheit die Allgemeine Luftfahrt bietet!

